25.01.2022

Interview mit Christiane Wohlers

Du bist schon seit Jahren fester Bestandteil des Science4Life-Teams. Erkläre doch bitte kurz, was Deine Aufgaben sind.
Science4Life steht seit mehr als 20 Jahren für Kontinuität bei der Betreuung von Gründerteams und der Pflege eines weitverzweigten Netzwerks in den Bereichen Life Sciences, Chemie und Energie. Ich bin seit Beginn der Gründerinitiative fester Bestandteil des Teams, dabei liegen meine Schwerpunkte auf der Betreuung unserer Wettbewerbsteilnehmer und auf der Pflege unseres Expertennetzwerks. Das bedeutet, dass ich den Großteil meiner Zeit der persönlichen Kommunikation widme. Darüber hinaus bin ich für das Eventmanagement bei Science4Life zuständig. In diesem Bereich nimmt der Anteil an digitalen Formaten wie Webinaren, online-Events und online-Coaching kontinuierlich zu.
Was macht Dir bei Science4Life am meisten Freude?
Bei Science4Life hat man das Privileg, sehr viele Start-ups kennenzulernen, die jeweiligen Geschäftsideen zu verstehen und persönliche Kontakte zu den Gründern aufzubauen. Über die letzten Jahre habe ich Kontakte zu hunderten von Unternehmen geknüpft und auch eine Reihe von persönlichen Freundschaften in der „Szene“ aufgebaut. Es ist fantastisch, wenn man die Gelegenheit hat, die Entwicklung von jungen Unternehmen und den Personen dahinter zu verfolgen. Natürlich gibt es dabei nicht nur Erfolgsgeschichten, aber es ist schon beeindruckend, wie konstruktiv viele der Gründer mit Rückschlägen umgehen und was sie alles tun, um wieder zurück auf die Erfolgsspur zu kommen. Am meisten Freude macht es natürlich, wenn man beobachten darf, wie ein Startup wächst und wie aus der Begeisterung für die eigene Idee dann auch messbarer Erfolg wird.
Welches Erlebnis in Deiner Zeit bei Science4Life hat Dich am meisten beeindruckt?
2006 haben wir zum ersten Mal eine große Messe für-Start-ups ausgerichtet. Dabei hat mich am meisten beeindruckt, wie lebendig die Atmosphäre auf der Messe war. Das lag daran, wie enthusiastisch die Gründer ihre Unternehmen präsentiert haben und wie offen die Messebesucher für die neuen Ideen und Produkte waren. Daraus haben sich viele konstruktive Gespräche ergeben, die einigen der Startups einen richtigen Entwicklungsschub gegeben haben. So haben wir dazu beigetragen, Erfolgsgeschichten zu schreiben und darauf bin ich noch heute sehr stolz.
Was ist Dein Lieblingsformat bei Science4Life ?
Mein Lieblingsformat? Das sind ganz klar die Academy-Days der Businessplanphase. Hier hat man über insgesamt vier Tage im Rahmen von verschiedenen Meetings, Coachings und Trainings die Möglichkeit, die Gründer persönlich näher kennenzulernen und sich auszutauschen. Dadurch entsteht eine Vertrauensbasis, Stärken und Schwächen der Geschäftsidee, persönliche Ziele und Wünsche werden offen miteinander geteilt. Das ist für die Teilnehmer eine ganz hervorragende Möglichkeit, auf „neutralem“ Terrain ihre Businesspläne mit erfahrenen Branchenexperten kritisch zu diskutieren und zu hinterfragen. Viele Gründerteams nehmen aus den Diskussionen wichtige Anregungen mit, die dann oft zu einer Überarbeitung ihrer Geschäftsmodelle führt. Aber auch zwischen den Gründerteams entstehen Kontakte, die über die eigentlichen Academy-Days hinaus den Startpunkt für bilaterale geschäftliche Beziehungen bilden. Und last but not least: einige der ehemaligen Wettbewerbsteilnehmer sind so überzeugt von unserem Konzept, dass sie mittlerweile Teil unseres Experten-Netzwerks geworden sind und jungen Gründern als Coaches oder Gutachter zur Verfügung stehen.
Welche Veränderungen bemerkst Du im Laufe der Jahre bei den Gründerteams und ihrer Mentalität?
Die Gründerteams sind in den letzten Jahren viel professioneller geworden. Das Verständnis, dass es nicht nur um die beste Idee geht, sondern dass damit auch Geld verdient werden muss, hat sich mittlerweile auf breiter Ebene durchgesetzt. Eine Sache ist allerdings unverändert und das ist der Elan und der Enthusiasmus der Gründer. Und das ist gut so, denn ohne diese Eigenschaften wäre eine erfolgreiche Gründung nicht möglich.
Wie haben sich die Life Sciences, Chemie und Energie-Branche im Laufe der Jahre verändert?
Natürlich sind die Entwicklungen der genannten Branchen aufgrund der unterschiedlichen Produkte, Anwendungen und Märkte sehr unterschiedlich. Einige Beispiele hierfür sind personalisierte Therapeutika, umweltfreundliche Chemie-Rohstoffe oder emissionsarme Maschinen und Anlagen. Trotz der produktbedingten Unterschiede sehen wir aber in allen Branchen einen eindeutigen Trend hin zur Digitalisierung. Erste Schritte zum „Digital Doctor“, „Bio-Informatik“, die Nutzung von künstlicher Intelligenz für die Diagnostik oder IT-basierte Lösungen zur Verbesserung der industriellen Energieeffizienz sind hier nur einige Beispiele. Wir werden sicherlich eine deutliche Zunahme solcher Produkt- und Geschäftsideen in den nächsten Jahren verzeichnen.
Wagen wir einen Ausblick: Wo stehen die Branchen Life Sciences, Chemie und Energie in zehn Jahren?
Es wird aktuell viel darüber spekuliert, wie sich die genannten Branchen entwickeln werden. Momentan befinden wir uns mitten in einer industriellen Umbruchphase. Energie-, Rohstoff- und Lieferkettenkonzepte werden auf globaler Ebene neu diskutiert. Die Industrie muss nun Antworten finden auf die großen globalen Herausforderungen wie zum Beispiel den Klimawandel, muss aber auch spezifische regionale Unterschiede berücksichtigen wie die demografische Entwicklung in den Industrieländern, die zunehmende Industrialisierung und Urbanisierung in Schwellenländern oder die Lebensmittel- und Medikamentenversorgung in Entwicklungsländern. Um all diese Herausforderungen zu bewältigen, brauchen wir neben gesellschaftlichem und politischem Konsens auch neue technologische Entwicklungen. Es ist zu erwarten, dass regenerative Energien und alternative Mobilitätskonzepte in zunehmendem Maße genutzt werden, dass fossiler Kohlenstoff als Rohstoff für die chemische Industrie durch alternative Kohlenstoffquellen zumindest teilweise ersetzt wird und dass ein besseres Verständnis von biochemischen Prozessen zur Entwicklung neuartiger Therapeutika führen wird. In den genannten Bereichen sind Life Sciences, Chemie und Energie damit im wahrsten Sinn des Wortes Zukunftsbranchen.
Warum rätst Du Gründerteams bei Science4Life mitzumachen?
Science4Life ist für alle angehenden Gründer eine gute Chance, ihre Produkte oder ihre Dienstleistung kritisch zu diskutieren und ihr Geschäftsmodell auf den Prüfstand zu stellen – unabhängig vom Reifegrad der Unternehmensgründung. Dabei legen wir besonderen Wert darauf, dass unsere Experten branchenspezifisches Wissen haben und über entsprechende berufliche Erfahrungen verfügen. Nur so ist eine fundierte Bewertung der Ideen und der Geschäftsmodelle möglich und ein konstruktives Coaching durchführbar. Science4Life bietet mehr als ein Feedback über das Format und die Vollständigkeit des eingereichten Geschäftskonzepts oder Businessplans. Aufgrund des klaren Branchenfokus kann Science4Life auch inhaltliches Feedback zu Technologie und Markt geben. Das ist der eigentliche Mehrwert, den wir unseren Wettbewerbsteilnehmern bieten und das ist auch der Grund, warum eine Auszeichnung bei Science4Life mittlerweile als Qualitätssiegel bei Investoren und möglichen Geschäftspartnern der Start-ups gilt.
Was wünscht Du Dir für die Zukunft von Science4Life?
Science4Life hatte schon immer einen Fokus auf die Gründer in seinen Zielbranchen und hat dabei stets flexibel auf sich verändernde Anforderungen reagiert. In der stark technologiegetriebenen Welt der Life Sciences, Chemie und Energie ist der Wandel und die Innovation eine wesentliche Konstante. Startups müssen daher schnell und flexibel auf neue Herausforderungen reagieren und innovative Lösungen entwickeln. In diesem Sinne ist Science4Life vergleichbar mit vielen Start-ups: Ein eingespieltes Team stellt sich kontinuierlich dem Wandel und entwickelt proaktive Lösungen, um Gründerteams bestmögliche Unterstützung zu bieten. Deshalb wünsche ich mir für Science4Life nur eins: weiter so!
Du begleitest die Science4Life-Teilnehmer und -Alumni nun schon lange. Was sind Deine Top drei Tipps für alle angehenden Gründer?
Die meisten Gründerteams erleben vor, während und nach der Gründung ihrer Start-ups eine Achterbahnfahrt: Ihre Idee oder Technologie erfährt von einer Seite Anerkennung, von anderer Seite aber Ablehnung. Die Teams durchleben Misserfolge und feiern wenig später ihre Erfolge. Frustrationen und Begeisterung wechseln einander regelmäßig ab. Gründer benötigen daher eine Menge positive Energie und Durchhaltevermögen, um ihr Unternehmen zu gründen und ihr Produkt oder ihre Dienstleistung erfolgreich an den Markt zu bringen. Es gibt eine Menge an Tipps, die man Gründern geben kann, um die Klippen von Patent- oder Lizenzverhandlungen zu umschiffen, um Investorengespräche erfolgreich zu bestehen oder um ein Alleinstellungsmerkmal am Markt zu positionieren. Die Details mögen von Startup zu Startup unterschiedlich ausgeprägt sein, aber aus meiner nunmehr fast 25-jährigen Erfahrung in der Hightech-Gründerszene kann ich sagen, dass alle erfolgreichen Start-ups einige wesentliche Charakteristika gemein haben. Daher meine drei Tipps:

Team: Zusammenarbeit ist ein wesentliches Erfolgskriterium, deshalb: sprecht offen miteinander, lernt miteinander und voneinander, legt Zuständigkeiten fest und haltet Euch daran, nutzt die unterschiedlichen Stärken im Team. Nur so könnt Ihr die anstehenden Aufgaben erledigen, die Frustrationen bewältigen und die kommenden Erfolge „richtig“ feiern.

Enthusiasmus: niemand macht Geschäfte mit Gründern, die nicht an ihr Produkt glauben und es mit Enthusiasmus voranbringen wollen. Wenn Ihr nicht von Eurem Produkt überzeugt seid und Begeisterung versprühen könnt, werdet Ihr Investoren oder Kunden kaum überzeugen. Also bewahrt Euch Euren Enthusiasmus und begeistert Eure Geschäftspartner, nur so könnt Ihr erfolgreich sein.

Mut: man braucht Mut, um ein Unternehmen zu gründen. Ihr werdet mit neuen Herausforderungen konfrontiert und Ihr werdet möglicherweise die eine oder andere schwere Zeit durchleben, in der unklar ist, wie es weiter geht. Nur wenn Ihr die nötige Portion Mut und Zuversichtlichkeit habt, werdet Ihr Euer Ziel erreichen.

Meine drei Top Tipps sind also: Seid ein echtes Team, bewahrt Euch Euren Enthusiasmus und habt die nötige Portion Mut, um Eure Zukunft zu gestalten. In diesem Sinne wünsche ich allen Gründerteams viel Erfolg!

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Die Konzeptphase des Science4Life Startup-Wettbewerbs zeigt eindrucksvoll, wie aus starken Ideen tragfähige Geschäftskonzepte werden. Insgesamt 91 Teams reichten in dieser Wettbewerbsrunde ihre Konzepte in Form eines Read Deck ein – mit dem Ziel, wissenschaftliche Exzellenz in marktfähige Innovationen zu überführen. Anfang der Woche wurden die besten Geschäftskonzepte aus Life Sciences, Chemie und Energie ausgezeichnet. Besonders deutlich wurde: Die Teams denken regulatorische Anforderungen, Skalierbarkeit und Patientenversorgung von Anfang an mit. Ob Genomeditierung, personalisierte Atemwegstherapie, tierfreie Sicherheitsprüfungen, innovative Antiinfektiva oder stabile RNA-Arzneimittel – die ausgezeichneten Start-ups adressieren zentrale Herausforderungen moderner Medizin und nachhaltiger Energieversorgung mit klarer Umsetzungsstrategie. Intensives Feintuning bei den Academy-Days Vor der Prämierung nahmen die zehn besten Teams der Konzeptphase des Science4Life Venture Cup an den zweitägigen Academy-Days teil. In individuellen Coachings und Workshops arbeiteten sie gemeinsam mit erfahrenen Experten gezielt an der Weiterentwicklung ihrer Geschäftskonzepte. Themen wie Finanzierung, Marktstrategie, regulatorische Anforderungen und Skalierung standen dabei im Fokus. Im Anschluss ging es für die Teams zur Konzeptprämierung. Hier erhielten sie bei einem Vortrag des Science4Life Alumni Montgomery Wagner, Co-Founder und Chief Operating Officer, Einblicke in die Gründungsgeschichte seines Start-ups revoltech, das mittlerweile auf große Erfolge zurückblicken kann. Der geschäftsführende Vorstand des Science4Life e.V. , Dr. Rainer Waldschmidt, Geschäftsführer HA Hessen Agentur GmbH und der Hessen Trade & Invest GmbH, und Dr. Stefan Bartoschek, R&D Workforce Engagement Business Partner bei Sanofi in Deutschland, betonten die Innovationskraft der Teilnehmerteams und anschließend wurden die fünf Gewinnerteams aus den Bereichen Life Sciences und Chemie sowie das Gewinnerteam des Science4Life Energy Award bekannt gegeben: Die Gewinner des Science4Life Venture Cup BiObservR entwickelt die erste wissenschaftlich validierte One-Stop-Shop-Plattform für regulatorisch konforme Risikoanalysen in der Genomeditierung. Damit will das Team aus Freiburg i. Br. der steigenden Nachfrage nach validierten Off-Target-Analysen sowie den strengeren Anforderungen der Regulierungsbehörden gerecht werden. Solche Analysen sind eine essentielle Voraussetzung für die Translation neuer, auf Genomeditierung basierender Zell- und Gentherapien. Die Idee entstand aus der Forschung an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg mit den patentierten Verfahren CAST-Seq (in-cellula) zur Beurteilung von gewünschten (On-Target-) und unerwünschten (Off-Target-) Effekten von Genscheren. Das Münchner Start-up CAELIA Health transformiert die respiratorische Medizin. Das Team macht Inhalation erstmals mit jedem Atemzug messbar und kann diese dadurch personalisiert und datenbasiert optimieren. Das ermöglicht Millionen von Patient:innen mit Asthma oder COPD ein Leben frei von Symptomen. Hinter CAELIA Health steht ein intelligentes Spacer-System, das Sensorik, App und Analyse zu einem kontinuierlichen Therapie-Feedback verbindet. InnoZell aus Konstanz bietet ein zellbasiertes Frühwarnsystem an, das – wie der menschliche Körper – Spuren von fremden Stoffen, z.B. Bakterien, extrem verlässlich erkennt. Mit diesem Bio-Detektor können Medikamente und Medizinprodukte schnell, kostengünstig und vollständig ohne Tierversuche auf Kontaminationen getestet und überwacht werden. Das Braunschweiger Team von PROTON entwickelt einen neuen Wirkstoff, mit dem sich Staphylococcus aureus-Infektionen gezielt behandeln oder verhindern lassen. Das Risiko einer Resistenzentwicklung ist dabei gegenüber herkömmlichen Antibiotika deutlich reduziert. Schwere COPD-Patientinnen und -Patienten brauchen Therapien, die die Lunge effizient erreichen und im Alltag funktionieren. RNhale aus Planegg entwickelt inhalierbare RNA-Arzneimittel und macht RNA als stabiles Trockenpulver verfügbar. Es kann bei Raumtemperatur gelagert und skalierbar hergestellt werden. So entfallen Kühlketten- und Handhabungshürden, und innovative Therapien kommen schneller zu den Patienten. Der Gewinner des Science4Life Energy Award Mit dem Science4Life Energy Award wird das beste Geschäftskonzept aus der Energiebranche ausgezeichnet. 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Die Konzeptphase von Science4Life

28.11.2025

Noch bis zum 12. Januar 2026 können sich Start-ups für die Konzeptphase des Science4Life Startup-Wettbewerbs registrieren und ihre innovativen Geschäftskonzepte einreichen. Neben exklusivem Feedback durch die Science4Life-Experten profitieren Gründerteams vom großen Netzwerk und Weiterbildungsangeboten, wie den Science4Life Academy-Days. Die Konzeptphase zielt als zweite Phase des Science4Life Startup-Wettbewerbs darauf ab, Gründer aus den Branchen Life Sciences, Chemie und Energie auf ihrem Weg zum Businessplan zu unterstützen. Was ist eigentlich die Konzeptphase? Die Konzeptphase ist die zweite Wettbewerbsphase des Science4Life Startup-Wettbewerbs. Sie folgt auf die Ideenphase und bereitet die Teilnehmer auf die dritte und letzte Phase, die Businessplanphase, vor. In der Konzeptphase können Gründerteams ihr Geschäftsvorhaben und ihren Zielmarkt konzeptionell ausarbeiten. Das bietet jungen Unternehmerteams die Möglichkeit, ihre Gründung von Profis mit jahrelanger Praxiserfahrung einschätzen zu lassen und Feedback von den Science4Life-Experten zu erhalten. Wer kann an der Konzeptphase teilnehmen? Die Teilnahme an der Konzeptphase steht allen Start-ups aus den Bereichen Life Sciences, Chemie und Energie offen – unabhängig davon, ob sie bereits an der Ideenphase teilgenommen haben. Teilnahmeberechtigt sind alle Teams mit Gründungsabsicht sowie Unternehmen, deren Gründung nach dem 1. September 2023 erfolgt ist. Gründerteams aus der Life Sciences und Chemie Branche nehmen am Science4Life Venture Cup teil. Für Teams aus dem Bereich Energie gibt es mit dem Science4Life Energy Award eine eigene Auszeichnung. Wie läuft die Teilnahme ab? Um an der Konzeptphase des Science4Life Venture Cup teilzunehmen, müssen Gründerteams ihr Geschäftskonzept vorstellen. Das muss in Form eines Read Decks stattfinden. Bei der Gliederung und Formulierung des Read Decks hilft auch das speziell für Science4Life entwickelte Handbuch. Gründerteams können dieses hier kostenlos downloaden. Die Beiträge können bis zum 12. Januar 2026 , 23:59 Uhr, online im Science4Life-Portal als PDF-Datei hochgeladen werden. Nach erfolgreicher Teilnahme werden die fristgerecht eingereichten und zugelassenen Wettbewerbsbeiträge durch verschiedene Branchenexperten begutachtet und bewertet. Das Science4Life Experten-Netzwerk besteht aus mehr als 300 Experten aus über 200 Institutionen und Unternehmen, die den Grundstein für einen regen Informations- und Erfahrungsaustausch bilden. Beteiligt sind Experten aus dem öffentlichen Recht, national und international agierende Konzerne, Patent- und Rechtsanwaltskanzleien, Universitäten und Hochschulen oder ehemalige Teilnehmer des Startup-Wettbewerbs. Durch dieses breit gefächerte Expertenwissen ist es möglich, die Teilnehmer auf jedem Fachgebiet ausgezeichnet zu unterstützen. Bei der Konzeptprämierung am 3. März 2026 werden die fünf besten Teams des Science4Life Venture Cup sowie das Gewinner-Team des Science4Life Energy Awards prämiert. Warum an der Konzeptphase des Science4Life Businessplan-Wettbewerb teilnehmen? Die Teilnahme an Online-Seminaren zu gründungsrelevanten Themen wie Patentrecht, Marktpotenzial, Marketing oder Investorensuche sowie das umfangreiche Expertenfeedback zum Geschäftskonzept sind nur einige Vorteile der Teilnahme am Science4Life Businessplan-Wettbewerb. Darüber hinaus können Start-ups ihr Netzwerk weiter ausbauen, von neu erlerntem Wissen profitieren, sich ein Preisgeld in Höhe von jeweils 1.500 € im Venture Cup und 1.000 €, sowie ein individuelles Business-Coaching beim Energy Award sichern und sich als Team weiterentwickeln. Die zehn besten Teams des Venture Cup erhalten außerdem Zugang zu den Academy-Days. Diese sind speziell auf die Teams aus den einzelnen Bereichen zugeschnitten: Coaches mit jahrelanger Branchenerfahrung teilen ihr Wissen und klären wichtige Fragen bezüglich der Geschäftskonzepte. Dieser zweitägige Intensivworkshop gibt den Gewinnerteams die Möglichkeit, zusammen mit ihrem persönlichen Coach ihr Geschäftskonzept zu perfektionieren. Weitere wichtige Informationen Die Teilnahme am Science4Life Startup-Wettbewerb ist kostenlos. Auf der Science4Life-Webseite können sich Gründer über den Venture Cup und den Energy Award informieren.

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HighTech in Life Sciences, Chemie und Energie – Die Gewinner der Ideenphase

17.11.2025

Die Ideenphase des Science4Life Startup-Wettbewerb war ein voller Erfolg! Aus 124 Einreichungen wurden am Freitag die besten Geschäftsideen prämiert. In der Ideenphase des Science4Life Venture Cup gewinnen AngioDiagnostics, BioExoTec, MEDIRION, MucNova und Solidcryo. Beim Science4Life Energy Award überzeugt autonomIQ. Hier kommen alle Infos zu den Geschäftsideen der Gewinner. Am vergangenen Freitag war es wieder soweit: Die besten Geschäftsideen aus Life Sciences, Chemie und Energie wurden bei der Ideenprämierung online ausgezeichnet. Unter den 124 Einreichungen wurde besonders deutlich, wie stark das Bewusstsein der Teams für die Herausforderungen der Zukunft sind – und wie sehr die Teams auf neue Technologien wie Künstliche Intelligenz setzen. Von Machine- und Deep-Learning über die drängendsten Fragen der Quantentechnologie – die Teams wissen, was in Zukunft gesellschaftlich und wirtschaftlich relevant ist. Sie entwickeln beeindruckende Lösungen aus MedTech, Pharma und Digital Health und befassen sich im Energie-Bereich mit Fragen der Energienutzung und -speicherung. Austausch und Learnings beim digitalen Academy Day Bevor die Sieger verkündet wurden, hatten die zehn besten Teams aus den Bereichen Life Sciences und Chemie die Möglichkeit, ihr Wissen beim digitalen Academy Day zu erweitern. In individuellen Coachings und einzelnen Workshops konnten sie ihre Fragen zu den Themen Finanzierung, Marketing, Recht und Patent loswerden. Im Gründerdialog gab es spannende Einblicke aus dem Gründungsalltag und in einem Gastvortrag erfuhren die Teams, wie aus der Idee eine Finanzierung werden kann. Als Highlight wurden dann abschließend die Gewinner bekanntgegeben: Die Gewinner des Science4Life Venture Cup AngioDiagnostics aus Gießen arbeitet an der Früherkennung von krankhaften Erweiterungen der Aorta mittels verschlüsselter Machine Learning-Algorithmen. Diese basieren auf sogenannten Photoplethysmographie-Signalen – also Signalen, die mit optischen Verfahren aufgenommen werden. Das ermöglicht zum ersten Mal ein niederschwelliges und großflächiges Screening, sogar beim Hausarzt, alles mit höchster Datensicherheit. Der Blut- und Speicheltest von BioExoTec aus München erkennt Krebs bereits in Stadium I, wenn 90 Prozent aller Fälle noch komplett heilbar sind. Ein derartiger Test existiert bislang nicht. Er basiert auf den Forschungsarbeiten von Prof. Dr. Theodoraki seit 2016. MEDIRION aus Duisburg nutzt Sensorsysteme und Deep Learning-Methoden zur Erkennung von Rheuma. Das Ziel: Die Wartezeit von Rheumapatienten von aktuell 9 Monaten auf unter 2 Monate zu reduzieren und somit die Behandlung der Patienten vor Chronifizierung der Krankheit zu ermöglichen. MucNova aus Mainz entwickelt Brustkrebstherapien, die gezielt das Tumorprotein MUC1 adressieren – eine zentrale, bislang unzureichend genutzte Zielstruktur in der Onkologie. Mit innovativen molekularen Ansätzen will MucNova präzisere, wirksamere und besser verträgliche Behandlungen ermöglichen. Supraleitende Quantentechnologien benötigen Betriebstemperaturen unter -273,13°C. Zur Kühlung wird die seltene fossile Ressource Helium-3 benutzt – ein Nebenprodukt der Atomwaffenproduktion. Dadurch entstehen hohe Preissprünge und eine geopolitische Abhängigkeit der EU. Als nachhaltige Lösung bietet Solidcryo aus Augsburg patentierte magnetische Kühlung an, welche als einzige Alternative die relevanten Temperaturen erreicht. Der Gewinner des Science4Life Energy Award Mit dem Science4Life Energy Award würdigt Science4Life die beste Geschäftsidee aus der Energie-Branche. Hier überzeugte autonomIQ aus Darmstadt. In der Metallverarbeitung gehen enorme Mengen an Energie und Material durch ineffiziente CAM-Programmierung verloren. autonomIQ automatisiert diesen Prozess mithilfe von KI und erzeugt optimierte Werkzeugwege, die Bearbeitungszeiten, Energieverbrauch und Materialausschuss deutlich reduzieren. So hilft das Team Fertigungsbetrieben, ihre Produktion nachhaltiger und wirtschaftlicher zu gestalten. Im Gegensatz zu bisherigen Lösungen lernt die autonomIQ-Software kontinuierlich aus realen Fertigungsdaten und verbessert sich selbst. Dadurch entsteht eine intelligente, ressourceneffiziente Fertigungsplanung, die Energieeinsparung und Produktivität erstmals vereint. Die Konzeptphase startet – Jetzt anmelden! Ab sofort beginnt die Konzeptphase von Science4Life. Wir freuen uns, wenn dein Start-up mit dabei ist. Meldet euch dazu einfach bis 12. Januar 2026 online unter www.science4life.de an und reicht euer Geschäftskonzept in Form eines Read Deck ein. Eine Teilnahme ist sowohl für Teams möglich, die bereits an der Ideenphase teilgenommen haben, als auch für neue Teams. Ihr bekommt Zugang zum Science4Life-Netzwerk, Feedback von Branchenexperten sowie die Chance auf Preisgeld und die Teilnahme vor Ort an den zweitägigen Academy Days der Konzeptphase. Wir freuen uns auf eure Konzepte!

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